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Feuerfest-Begriffe
 
Hier einige Begriffe der Feuerfestkunde. Sie erheben weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf exakte wissenschaftliche Definitionen.

AGT

Die Anwendungsgrenztemperatur AGT ist diejenige Temperatur, die ein Produkt kurzzeitig aushält. Die Dauerbelastung sollte im Feuerfestbau 50–100° C tiefer liegen.

Ausblühungen

Wie alle gebrannten keramischen Baumaterialien können auch Schamottesteine Ausblühungen aufweisen. Ausblühungen sind sehr feine Schichten von meist wasserlöslichen Salzen auf der Oberfläche. Bei der Trocknung werden Salze aus dem Stein oder dem Bindemittel mit dem Wassertransport an die Oberfläche getragen. Sie können durch spezielle Steinreiniger in der Regel entfernt werden. Bekannt sind bei Schamotte graue, gelbe und grün-gelbe Ausblühungen.

Ausdehnung

Auf die Ausdehnung einer Feuerraumauskleidung ist ein spezielles Augenmerk zu richten. Nicht jedes Material, das eine hohe Temperatur aushält, eignet sich in einem Feuerraum. Zum Beispiel Holländersteine vermögen in der Regel eine Temp. über 1000° C auszuhalten, dehnen sich aber so stark aus, dass die Fugen oder ganze Steine zerdrückt werden.

Feuerfestigkeit

Feuerfestigkeitswerte werden in der Regel nach den Kegelfall- bzw. Erweichungsmethoden gemessen. Es sind keine Werte, die für die praktische Anwendung einsetzbar sind. Die praktischen Anwendungsgrenzen liegen bis um 200° C tiefer als angegebene Feuerfestigkeitswerte.

Frostbeständigkeit

Durch die Porigkeit sind feuerfeste Werkstoffe in der Regel nicht oder nur bedingt frostbeständig. Dies bedingt bei Feuerungsanlagen im Freien eine gute Dämmung gegen Wettereinflüsse. Aussenanlagen sind vorteilhafterweise im Winter mit einer Haube zu versehen.

Haar-Risse

Feuerfeste Produkte, insbesondere Feuerbetonprodukte, weisen häufig schon bei der Produktion oder kurz nach Anwendungsbeginn leichte Haar-Risse auf. Solche Haar-Risse sind normal und haben auf die Gebrauchsqualität keinen Einfluss. Sie sind ausdrücklich kein Grund, ein Produkt zurückzuweisen.

Hydraulische Bindung

Mit der Zugabe von feuerfestem Zement (in der Regel Tonerdeschmelzzement) erzeugt man eine hydraulische Bindung. Die Verfestigung basiert auf der Ausbildung von wasserhaltigen Mineralien sogenannten Hydraten. Diese zersetzen sich mit höherer  Temperatur und es kann ein Festigkeitsabfall bis zu 50% der Anfangsfestigkeit stattfinden. Wo genau dieses Festigkeitstief liegt, hängt von den Massekomponenten ab. Erst bei Entstehen der keramischen Bindung steigen die Festigkeitswerte wieder an.

Kegelfallpunkt

Bei der Kegelfallmethode wird ein pyramidenförmiger Kegel aus dem zu prüfenden Material in genau definierter Weise erhitzt, bis sich der Kegel durch Erweichung vollständig krümmt.

Keramische Bindung

Die keramische Bindung bei feuerfesten Produkten tritt durch Sinterung oberhalb 1000° C ein.

Magnesit-Steine

Haben als Hauptbestandteil Magnesiumoxid und meist einen höheren Eisenoxidgehalt. Die Dichte liegt bei 2,9. Diese Steine haben durch die hohe Dichte eine sehr hohe Wärmespeicherkapazität. Ein ähnlich verwendbares Produkt ist auch Feolit mit dem Hauptbestandteil Eisenoxid.

Poren

Feuerfeste Werkstoffe sind körnige Systeme mit einem gewissen Porenanteil. Der Porenanteil und die Porengrösse sind für das Wärmetransportverhalten, wie auch für den Angriff von Schlacken, Schmelzen, aggressiven Gasen und Dämpfen von wesentlicher Bedeutung. Feuerfeste Werkstoffe sind nur bedingt frostbeständig.

PRE

Europ. Vereinigung für Feuerfest. Sie definiert viele Feuerfestprodukte und deren Prüfmethoden für den europäischen Raum.

Schamotte

Schamotte (auch Chamotte) ist ein Gemisch feuerfester Tone, die zusammen mit Rohschamottekorn gebrannt werden. Statt Rohschamotte können auch andere feuerfeste Stoffe, wie spez. Quarz, Speckstein, Tonerde eingesetzt werden.

Sintertemparaturen

Glas
600 – 1000° C

Feuerfeste Werkstoffe
1100 – 1800° C

Steingut,  Steinzeug
1000 – 1200° C

Porzellan
1250 – 1450° C

Sinterung

Sinterung ist das Verdichten und Verfestigen polydisperser körniger Systeme (Pulver) und poröser Körper durch Temperatureinwirkung unterhalb der Schmelztemperatur  der Hauptkomponenten.

Temperaturwechsel-Beständigkeit